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Ein Spion wurde im Palastviertel geschnappt. Seine Herkunft konnte bisher nicht eindeutig geklärt werden, doch scheint es sich um einen ostfränkischen Agenten zu handeln.
Die Präsenz von Soldaten innerhalb der Stadtmauern wurde deutlich erhöht.
In den letzten Tagen war es bereits sommerlich heiß und trocken. Die durchschnittliche Temperatur beträgt tagsüber etwa 30 Grad.

[Verkaufsraum] Ein tüchtiger Mann?

1

Dienstag, 10. April 2018, 13:08

Ein tüchtiger Mann?

Bonifacius hatte eine Werkstatt gefunden und betrat den Verkaufsraum welcher zur Schusterei gehörte.
Er schaute sich um, groß war der Laden nicht gerade und auch nicht sonderlich modern.
Bonifacius klopfte mit der Faust auf den Tresen und rief herrisch nach den Inhaber.
"He da Schuster,eile Dich"
Er öffnete seine lederne Umhängetasche und entnahm den Papyrus mit den Abmessungen,erst jetzt sah das einer seiner
Männer eine Art Zeichnung ,dazu angefertigt hatte. Er legte den Papyrus auf den Tresen und wiederholten reine Ruf nur dieses Mal
lauter und noch herrischer.
"He da Schuster,spute Dich, meine Zeit ist kostbarer als Deine,oder muss ich zu einem anderem Meister gehen?"
Er wartete auf eine Reaktion.

2

Mittwoch, 11. April 2018, 20:57

Allzu modern war die Schusterei wirklich nicht, doch erfüllte sie seit Jahrzehnten ihren Zweck. Meister Sarentos befand sich gerade in der Werkstatt und verlieh den neuen Prunkschuhen Seiner Allheiligkeit den letzten Schliff. Das Gros der Arbeit machte mittlerweile sein Geselle Timotheos, dem zwei Lehrlinge unterstanden. Der Meister selbst kümmerte sich nur mehr um besonders ausgefallene Wünsche. Mit einer Handbewegung hieß Arethas seinen Gesellen, mal nach dem Rechten zu schauen, war doch offenbar ein Kunde in den Verkaufsraum eingetreten.


Timotheos, Geselle

"Verzeiht, hoher Herr. Womit kann ich dienen?", fragte Timotheos den Kunden, der durchaus einen gepflegten Eindruck machte. "Braucht Ihr neue Schuhe? Wollt Ihr eine Reparatur? Oder soll es was anderes sein?"

Da erblickte er erst das Papyrus auf dem Tresen. Verlegen kratzte er sich am Hinterkopf. Um seine Lesefähigkeit war es nämlich nicht allzu gut bestellt.

3

Donnerstag, 12. April 2018, 00:02

Ein junger Bursche erschien,offensichtlich nicht der Meister selbst. Barcas sah den Knaben streng an und sprach ihn dann an.
"Richte deinem Meister aus, der Kommandat der Elefantentruppe wünscht ihn persönlich zu sprechen. Über neue Schuhe können wir uns dann unterhalten."
Mit einer recht herrischen Handbewegung,deutete Barcas dem Knaben an ,das er sich zurückziehen durfte. Natürlich hatte er bereits den verlegenen Blick und die Geste angesichts des Papyrus bemerkt,so ersparte er es sich darob sprechen.

4

Donnerstag, 12. April 2018, 16:38

Timotheos stürmte sogleich in die Werkstatt und berichtete Meister Sarentos von dem ungewöhnlichen Kunden, der nach ihm selbst verlangte. Arethas wunderte sich ein wenig, als sein Geselle ihm von der Elefantentruppe kundtat. Hatte der sich verhört? Er legte das Werkzeug beiseite und schritt nun also selbst in den Verkaufsraum, wo er bereits den edlen Herrn am Ladentisch erblickte.

"Gott zum Gruße, Kyrios. Gerne stehe ich Euch als Meister meines Faches zur Verfügung."

Er beäugte den Kunden, der so wirkte, als wüsste er haargenau, was ihm vorschwebte, und sah dann auch das Papyrus.

"Euch verlangt es nach etwas Besonderem?", hakte der Schuster nochmal nach und harrte der Reaktion des Mannes.

5

Donnerstag, 12. April 2018, 21:17

Barcas beäugt den Mann der nun eintrat genau, schöne Worte konnte schließlich jeder machen. Doch jener hat ein gewisses Selbstverständnis, etwas von einer natürlichen
Autorität, was er selten bei Zivilisten erblickte. Jener könnte der rechte sein.
"Gott zum Gruße Meister,Ihr versteht euch auf dasLesen und Schreiben?"
Ohne die Antwort abzuwarten,nahm er den Papyrus und breitete ihn aus.
"Seht her Meister der Schuhmacher,dieses sind Abmessung von Elefantenfüßen .
A die Vorderfüße und b die Hinterfüße. Ich will das Ihr mir je vier Paar für 200 Elefanten anfertigt. Wenn es eure Werkstattnicht allein bewerkstelligt,dann seid Ihr berechtigt gute Schuhmacher einzustellen. Ihr sollt für die Sohle dickes Leder nehmen so das kein Dorn,kein eiserner Sporn ,kein Speer,Bolzen oder Pfeil hindurchgeht.Ihr werdet nur gutes Material verwenden. Entlohnt werdet Ihr nach Ablieferung des Endprodukts.
Nun nehmt Ihr diesen zugegeben recht ungewöhnlichen Auftrag an? Wenn ja so werdet ihr mit dem morgigem Tag beginnen."
Er pausierte und schaute denMeister lauern an.
" Als Bonus wünsche ich das Ihr mir eine komplette Rüstung aus Leder herstellt und dazu Stiefel."
Erstellt einen Beutel mit Münzen auf den Tresen.
" Das Meister dürfte für Rüstung und Stiefel genügen."

6

Freitag, 13. April 2018, 20:24

Arethas nickte, als ihn der Kunde nach seiner Lese- und Schreibfähigkeit befragte. Tatsächlich war Sarentos für einen Schuster außerordentlich gebildet, was nicht zuletzt an seinem Nahverhältnis zum Patriarchen lag. Interessant war dann vor allen Dingen, was der Mann ausführte: Er wollte offenbar Lederschuhe für Elefanten anfertigen lassen. Etwas ungläubig blickte der Meister zu seinem Gesellen, doch verstand er rasch, dass dieser Kunde im Auftrag des Kaisers handeln musste. Dann stimmte es wohl, was man munkelte. Selbstredend fragte Arethas nicht genau nach.

"Ich verstehe, was Ihr meint. Fürwahr ein überaus ungewöhnlicher Auftrag, den ich gleichwohl gerne annehme. Ich brauche dazu indes mindestens noch ein Dutzend guter Schuhmacher." Alleine konnte seine Werkstatt dies schwerlich schultern, weswegen er das Angebot des Barcias gerne dankend annahm. Mit Elefantenfüßen hatte Arethas bisher zwar keinerlei Erfahrungen - welcher Schuster konnte dies auch von sich behaupten? -, doch hatte er ja auch dem adipösen Patriarchen so manches Schuhwerk angefertigt, das sich in seinen Dimensionen wohl gar nicht allzu sehr von demjenigen unterschied, das er nun herstellen sollte.

"Mit der Rüstung und den Stiefeln will ich noch heute beginnen, hoher Herr", erwiderte der Schustermeister und nahm den Geldbeutel in Empfang. "Gibt es ansonsten noch etwas? Andernfalls werde ich meinen Gesellen sogleich losschicken, um ein paar zünftige Schuhmacher aufzutreiben."

7

Samstag, 14. April 2018, 07:44

Barcas nickte zufrieden.
"Wenn ihr den Auftrag gut erfüllt kommt ein weiterer hinzu, es werden Fellstiefel für gewöhnliche Soldaten und für Offiziere benötigt. Schickt den Gesellen los,damit das werk vollendet werden kann."
Barcas hatte sich nicht getäuscht,er hatte den richtigen,den tüchtigen Mann für seine Auftrag gefunden.
"Gebt Bescheid so Ihr das Werk vollendent und liefert an unseren Standort."

8

Sonntag, 15. April 2018, 18:54

Da schien sich eine wahre Goldgrube aufzutun. Allein die veranschlagten "Elefantenstiefel" würden wohl ein halbes Vermögen einbringen. Jetzt wurde gar noch ein weiterer Auftrag in Aussicht gestellt. Obwohl sich Arethas kurz fragte, mit wessen Order dieser Mann überhaupt handelte, überwog dann doch sein Geschäftssinn.

"Sehrwohl, Herr. So soll es geschehen. Wir werden sofort an die Arbeit gehen." Ein Blick zum Gesellen verdeutlichte ihm, dass er sich jetzt gleich auf den Weg machen durfte. "Eines noch: Eure Adresse brauche ich in jedem Falle. Ich werde Euch auf dem Laufenden halten."

Hellsehen konnte der Schustermeister nämlich noch nicht. Vermutlich hatte der Mann es in der Eile vergessen. Er hatte sich ja noch nicht einmal wirklich vorgestellt ...

9

Sonntag, 15. April 2018, 21:02

Barcas stutze,dann schüttelte er sein Haupt.
"Endschuldige Meister,ich glaube ich werde alt,natürlich muss Du wissen wohin Du liefern sollst. Bringe Deine Endprodukte zur Kaserne der Elefantentruppe. Frage am Tor nach dem Kentcharchos Barcas,das mein guter Meister, geruhe ich höchstderoselbst zu sein. Bedenke aber eines, Du bist zum Schweigen verpflichtet ,wie ein jeglicher der für Dich arbeitet. Hier will ich annerken, das ich bei Vertrauensbruch, nicht so Milde wie die Byzantiner an sich reagiere, ich bevorzuge da die Methoden meiner Vorfahrten, dies also zur Warnung, für etwaige Plappermäuler."
Wieder schaute er den Meister scharf an,wie jener seine letzten Worte aufnahm.

10

Montag, 16. April 2018, 17:57

Dann stellte sich der Mann pflichtschuldig vor. Obwohl sich Arethas schon so etwas gedacht hatte, bekam er nun eben die Bestätigung.

"Es ist mir eine große Freude, für Euch arbeiten zu dürfen, Kentarchos Barcas", erwiderte der Schuster ehrlich. "Diskretion wird in meiner Werkstatt seit jeher groß geschrieben. Dies gebietet mir meine Meisterehre." Dazu blickte er ihn ernst an und ließ keinen Zweifel daran aufkommen.