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Mittwoch, 19. Dezember 2018, 10:31

(Frohse an de Elbe) Kloster St. Barbara

Hier zu St.Barbara ist der Sitz der weiblichen Sektion des Grün-Kreuz-Ordens.
Ordensgründer waren die Geschwister Jesco und Sofia von Krossen.
Die Ordensgründerin war eine Tante der Äbtissin Barbara und auch des Erzbischofs Pribislaw, es war Sofia von Krossen, diese höchstselbst hatte ihre Nichte zu ihrer Nachfolgerin bestimmt. Seinerzeit war Barbara mit 14 Mitschwestern von Krossen aus, in das Gegegen um Magdeburg gewandert, ursprünglich wollten sie sich dort niederlassen und mit ihrer Arbeit fortfahren. Ein Unwetter hielt sie in Frohe auf, sie suchten im seinerzeitigen noch namenlosen Kloster Unterschlupf. Jenes Kloster woll um das Jahr 808 angelegt, war mitlerweile nur nur von drei hochbetagten Mönchen und einem Laien der als Medicus fungierte, bevölkert. Der seinerzeitige Abt Johannes war es, der Barbara und ihren Mitschwesters das Kloster als Bleibe anbot. So liess Barbara und ihre Mitschwestern sich dort nieder, als die vier Männer nach und nach verschieden waren, gehörten den Damen das Kloster allein.
In der Barbara-Kapelle wird derzeit der weihnachtliche Gottesdienst vorbereitet.

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Freitag, 21. Dezember 2018, 23:05

Das gebratene und schnell verzehrte Huhnlag schwer im Magen des Doktor Luder, doch pflichtbewusst wie er war, machte er sich zu Fuß auf den Weg in das unweit vom Rektorat gelegene Kloster, wo die Nonnenweibsbilder ihre Wohnung hatten, wo ja jetzt die Herren darin alle verstorben waren. Es war, zumindest für den Doktor, ein beschwerlicher Weg. Es war kalt und die Füße des hochgelehrten Mannes litten sehr unter der Last seiner schweren Knochen. Der Doktor würde sich unbedingt bei Zeiten ein Gespann mit Pferden anschaffen müssen, um seine pfarrherrlichen Aufgaben in Gänze und viel angenehmer erfüllen zu können. Ein Pferd könnte er ja vielleicht im Rahmen des Zehnten von einem Bauern einfordern, sollte eines der Gemeindemitglieder so reich an Vieh sein. Dies würde er aber noch früh genug erfahren. Danach müsste er dem örtlichen Handwerker nur noch den Auftrag geben und ein wenig zahlen, um den Wagen anzufertigen. Einen Nachlass auf den Zehnten und das Beichtgeld würde den Preis ja vielleicht noch etwas drücken, dachte er sich und machte dann erst einmal eine kleine Pause, war er nun ein wenig außer Atem. Endlich war er dann vor dem Klostergebäude angekommen. Eigentlich war es viel zu groß für irgendwelche Weiber, dachte sich Doktor Luder als er das Gebäude betrachtete und es mit seinem eigenen Rektorat verglich. Der Bischof hätte die Weibsbilder einfach vertreiben und das Grundstück selbst einziehen sollen...naja immerhin hatte Doktor Luder jetzt das Glück, dass sich daraus noch ein Benefiz für ihn selbst entwickelt hat. Voller Schweiss, der sich mittlerweile in seinen schwarzen Gewändern gesammelt hatte und der ihn immerhin ein wenig abkühlte, klopfte er mit aller Anstrengung ordentlich an die Tür zum Gebäude der Weibsbilder. Eine der Nönninnen sollte bald aufmachen und ihm dann erst einmal eine ordentliche Erfrischung zukommen lassen.

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Samstag, 22. Dezember 2018, 11:43

Die Pförtnerin sass in in ihrer Klause aus es an das Tor pochte, das fiel ihr ein, das sie eigentlich eine Schelle anbringen lassen wollte. Sie öffnet das Fenster im tor und spähte hinaus , vor dem tor stand ein zwar wohlbeleibter , aber seiner kleidung nach zu urteilen nicht gerade wohlhabender Priester, sie schloss aus dem Umstand sas jener nicht von Adel sei. Schwester Maria Dorothea(die einmal Dobromira von Zlin geheißen) griff nach ihren schlüsseln und steckte einen davon in das Türschloss und drehte jenen um, ein Tröpfen den Öls könnte dem Schloss, auch nicht schaden, dachte sie noch , während sie ein Torflügel aufzog, auch hier wäre erwas Öl von Nöten, dass wiederum erkannte sie am Knarren des Torflügels. Sie schaute den fremden Priester von oben bis unten an und fragte dann streng.
"Gelob sei Jesus Christus. Wer, mein Bruder in Christo , seid Ihr und was führt Euch zu uns? Dies hier ist ein reiner Nonnen Konvent. Ich bin Maria dorothea , die Meisterin der Pforte, wenn Ihr mit der Mutter Oberin, zusprechen wünsch so trettet ein und folget mir ."
Maria Dorothea

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Samstag, 22. Dezember 2018, 18:53

Es dauerte eine Weile bis man endlich die mehrfach verschlossene Tür zum Kloster geöffnet hatte. Hatten die Weiber hier etwa einen dicken Goldschatz zu verbergen?, ärgerte sich Doktor Luder über die Dauer des Vorgangs. Der erschöpfte Doktor musste nämlich draußen in der Kälte warten bis das Weibsbild hinter der Pforte endlich alle Schlösser umgedreht hatte. Vor ihm stand nun erst einmal eine alte Schachtel, die schon ziemlich ausgelaugt wirkte und sich Meisterin der Pforte nannte. Kein Wunder, dass das so lange gedauert hat. "In Ewigkeit Am...blüargh", erwiderte Doktor Luder noch auf der Schwelle und musste dann mehrmals aufstoßen und rülpsen, versuchte nämlich das Huhn auf dem falschen Wege wieder nach draußen zu gelangen. Mit mehreren leichten Schlägen auf seine Brust gelang es ihm diesem verfrühten Ausbruchsversuch ein schnelles Ende zu setzen. Mit seiner Hand wischte er sich danach noch einigen aufgestoßenen Speichel von seinem Munde und von seinen ausgetrockneten Lippen ab, ehe er dann erschöpft fortfuhr und noch einmal tief eingeatmet hatte. "Jaja, Schwester..zur Mutter Oberin will ich. Doktor Luder mein Name. Ich bin der neue Vikar für Euch Nönninnen im Kloster". Stellte er sich knapp der Schwester vor. Sodann trat Doktor Luder langsam in das Kloster selbst ein und suchte erstmal nach irgendeiner nahen Sitzgelegenheit, nachdem er hier solange stehen musste. Irgendwo entdeckte er dann endlich eine Sitzgelegenheit im Eingangsbereich und der Doktor setzte sich sogleich kurz darauf. Während er dies tat schien das hölzerne Gestühl ordentlich zu knarzen und ein wenig nachzugeben, sodass es, nachdem es dem Doktor zur Rekreation diente, nicht mehr dieselbe Höhe hatte, wenn auch nur minimal natürlich. Doktor Luder holte aus seinem schwarzen Talar ein versifftes ursprünglich weißes, aber nun schon sichtlich vergilbtes, Tuch hervor und ging damit durch sein immernoch oder schon wieder schwitzendes Gesicht, um sich abzutrocknen und schnäuzte danach noch einige male den die Nase blockierenden Rotz darein, um es danach wieder zusammenzuknüllen und in den Talar zu stopfen. "Heda Schwester! Hast Du einen Schluck Met für einen armen Pfarrherren, bevor wir zur Oberin gehen?" Nach einer solchen Anstrengung war die Kehle doch schon sehr trocken und Doktor Luder brauchte unbedingt eine Erfrischung und Stärkung. Da Weibsbilder doch in häuslichen Dingen so bewandert sind, sollten sie hier doch irgendetwas auf Vorrat haben, um ihn zu stärken, dachte sich der Doktor, der auf dem Stuhl dann kurz mal die Augen schloss und tief einatmete, um sich an dieser Entspannung zu ergötzen.

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Samstag, 22. Dezember 2018, 20:49

Das Tor wurde geschlossen, was folgte war eisiges Schweigen. Was für ein Rüpel, dachte Maria Dorothea angewidert, hatte sie ihr erster Eindruck , nicht getäusch.
" Ihr habt mich mit Meisterin der Pforte, oder Schwester Maria Dorothea anzreden", fuhr sie den Doktor Luder an, wobei sie dachte dieser Name passt zu ihm.
" Erhebt Euch säubert euch befor ihr der ehrwürdigen Mutter unter die augen tretet. Man wrd Euch nachher ein wasser reichen. ach , noch etwas wagt es ja nicht euch auf unserer klosterhof oder gar vor der Mutter zu übergeben. sollte Ihr das bedürfnishaben, dort hinten ist der schweinekoben! Ihr solttet die ehrwürdige Mutter besser nicht warten warten lassen, also los auf."
Schwester Maria Dorothea kannte kein Mitleid mit dem Mann ,welcher sich entweder überfressen, besoffen, oder beides hatte. Sie raschelte sehr laut mir den Schlüsseln und marschierte auf das Haus der Mutter Oberin zu, dort klopfe sie an die Türe, bis ein lautes "Herein " zu vernehmen war.
Sie öffnete die Türe und trat ein, dann knikste sie kurz.
"Gelob sei Jesus Christus, ehrwürdige Mutter. ein gewisser Doktor Loder, oder Luder wünsch Euch seine Aufwartung zu machen. Wollt ihr den Mann empfangen?"
Meisterin der Pforte
Hinter einem imposanten Schreibtisch in einem ebenso imposanten Sessel thronte, sie die ehrwürdige Mutter Barbara. Die hatte etwas gelesen und legte nun das Pergament beseite, sie erwiederte den Gruß und winkte herrisch mit der Hand.
"In Ewigkeit Amen, Schwester. soll reinkommen , der Mann und sein Anliegen vortragen."
Schwester Maria Dorothea knikste abermals und wandte sich zur Türe , wieder draussen , sagte sie kurz bevor sie sich in Pichtung der Pfortenklause zurückzog, "Er kann eintreten, die ehrwürdige Mutter geruht ihn nun zun empfangen. Sei Er gewarnt, die ehrwürdige Mutter duldet kein schlechtes Benehmen!"

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Samstag, 22. Dezember 2018, 21:55

Was für ein freches Weibsbild, dachte sich der gute Doktor Luder, während er nach außen hin auf dem Stuhl leicht nickte und nur fromm lächelte. Er war doch nun nicht mehr der Jüngste und hatte sich die ein oder andere Auszeit auch redlich verdient, meinte er, so hart er wie er als Pfarrherr arbeiten und für die armen Seelen da sein musste. Außerdem gefiel es dem Herrgott den menschlichen Leib mit all seinen Ausscheidungen und Aussdünstungen nunmal genau so zu erschaffen, dass die alte Hexe ihn wohl kaum so anzufahren brauchte. Doktor Luder aber, gutmütig wie er war, hatte keine Lust, sich weiter damit zu befassen und nahm das Gemeckere der alten Schwester dementsprechend einfach hin. Der Alten aber würde er bei der Beichte eine gehörige Buße auferlegen müssen! "Na alsdann!", sprach er in Antwort auf die sehr fordernde Schwester, stand von dem nunmehr eingedrückten Gestühl mit einiger Anstrengung auf und holte sodann erneut sein versifftes Tuch heraus, spuckte ein wenig darein, um sich anschließend damit ordentlich die Fresse zu polieren. Danach richtete er nur noch ein wenig seinen Talar her und nahm seinen Hut kurz ab, um durch das fettige Haar zu streichen und es in eine schöne Ordnung zu bringen. Der meiste Teil des Haares aber würde sowieso vom Hut bedeckt. "Das wird wohl reichen für Mutter Oberin", sprach er dann stolz und ein wenig trotzig zu der Alten, nachdem er sich nun so fein herausgeputzt hatte für diese ach so anspruchsvollen Weibsbilder. "Ich vertraue auf die Erfrischung, Schwester Dorothea!", machte er noch einmal die Notwendigkeit einer Erfrischung für seine ziemlich ausgetrocknete Kehle deutlich. Es wäre fürchterlich ein Gespräch mit trockenem Mund führen zu müssen, der darüber hinaus so einige unangenehme Gerüche von sich gab. Langsam folgte er dann der Meisterin der Pforte und begab sich zum Zimmer der Schwester Oberin. Deswegen war er ja auch hergekommen, um mit den Schwestern über die Seelsorge im Kloster zu parlieren und natürlich über die dafür vorgesehenen Vergütungen für die pfarrherrliche Kasse.

"Schwester Oberin, nehme ich an?", grüßte er die hinter dem Schreibtisch auf einem pompösen Thron sitzende Chef-Nönnin und trat in das Zimmer ein. Was haben sich diese Weiber hier eingerichtet, dachte er insgeheim. "Doktor Luder mein Name. Ich bin der neue Kurat für die Nonnen im Kloster hier." stellte er sich nun auch der Oberin vor, die er, im Zimmer angekommen, genauer beäugte. Sie schien nicht ganz so eine alte Schabracke zu sein wie Pfortenhexe, stellte er zunächst einmal fest. Ein ziemlich strammes und ansehnliches Weibsbild gar. Die war doch schon eher nach seinem Geschmack. Doktor Luder setzte sich sogleich auf einen Stuhl gegenüber der Oberin und erneut konnte man das Leiden des Holzes unter der Last des Gewichts des Pfarrehrren ziemlich klar und mit den Ohren vernehmen. "Puh", stoß er aus, nachdem er sich gesetzt hatte und faltete die Hände vor seiner Brust, sodass er sie gleichzeitig auf seinem Bauche ablegen konnte. "Nun, ich schlage vor, wir kommen direkt zur Sache: Wie sieht es denn aus im Kloster im Hinblick auf die Seelsorge? Wieviele Messen sollen nach dem Willen der Schwestern gelesen werden?", fragte er zu erst einmal nach. Da die Nonnen hier keine Männer mehr hatten, konnten sie ja schließlich auch nicht alleine die Messe zelebrieren. Hier kam Doktor Luder ins Spiel und er hoffte darauf, dass die Nönninnen so Einiges an Stiftungen bestellen würden, waren das doch sicher alles fromme Weiber hier, dachte er sich und war in Gedanken bereits bei seiner wachsenden Kasse.

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Samstag, 22. Dezember 2018, 23:34

Barbara blicke den wohlbeleibten Pfaffen interessiert an. seinerzeiten hatten ihr Onkel und auch ihre Tante, die Ordengründer, von solchen umherziehenden Priestern erzält.
Sie holte tief Luft, denn sie würde viel Arbeit mit dem guten Doktor haben, um ihn halbwegs herzurichten. Das der Mann sich ohne Aufforderung gesetzt hatte, nahm sie erst einmal so hin , dieses, in ihren Augen Fehlverhalten, würde sie ihm später einmal unter die Nase reiben. Sie griff zur Glocke und läutete, so öffnet sich eine Tür und eine Nonne trat ein, diese knikste sowohl vor Luder , als auch vor Barbara., jene winkte diese näher.
"Schwester Agnes, das ist Doktor Luder, der Kurat. Ich wünsche das man dem Mann ein Bad bereitet. Der Schneider, Meister Trautvetter, möge zur Anprobe kommen, Schwester Johanna, soll dem Mann ein Mahl zubereiten und bringt uns beiden je eine Schale Sorbet. Ihr dürft Euch zurückziehen."
Damit ward die Nonne endlassen und diese zog sich zurück. Kurz darauf erschien eine Novizin, sie brachte je eine Schale Sorbet und stellte diese vor Barbara umd Luder ab und verschwand unter Verbeugungen.
Nun wandte sich Barbara an Luder.
"Wohlbekommts Kurat. Ihr wisst das dieser Orden autark ist und nur der Heilige Vater über uns bestimmt? Das hat mit der Gründung durch meinen Onkel und meine Tante zutun. Ich bin Ordensoberin für unsere Mitschwestern, mein Name ist Barbara von Krossen. aber als Beichtvater nehmen wir Euch gern in unsere Mitte. Sagt Ihr seid neu zu Frohse? Was nun die Messen betriff die Freitagsmesse, die Sonntagsmess, die Feiertagsmessen, versteht sich von selbst. Gottesdienste sind täglich abzuhalten, sechs Uhr, der Morgengottesdienst, neun Uhr, der Frühgottesdienst, zwölf Uhr des Mittagsgebet, achtzehn Uhr, der Abendgottesdienst. Ihr werdet mit dem Zehnt entlohnt?"
Barbara löffelte ihr Sorbet, während, sie ihr Gegenüber Zeit zum antworten liess.

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Sonntag, 23. Dezember 2018, 00:24

Doktor Luder hatte eigentlich keinen längeren Besuch bei den Nönninnen eingeplant. Er wollte von deren Chefin nur schnell die nötigen Messbestellungen aufnehmen, die er zu verrichten hatte und dann die neuen Einnahmen berechnen sowie sich danach wieder seinen Lieblingsbeschäfttigungen im Rektorat widmen. Besonders nach der alten, schrecklichen Pfortenmeisterin wollte er so schnell wie möglich wieder Heim ins Pfarrhaus, wo die Küchenmagd dann ein vorgezogenes Abendessen vorbereiten könnte, um den Gang des Huhns durch die Gedärme zu vereinfachen und zu beschleunigen. Doch nun erlebte er etwas völlig Überraschendes, womit er hier wohl gar nicht gerechnet hätte. Nachdem er sich vorgestellt hatte, rief die Oberin nämlich eine andere Schwester hinzu und orderte für den guten Pfarrherren ein Bad, einen Schneider und vor allem und am wichtigsten: eine weitere Mahlzeit! Die Augen Doktor Luders leuchteten auf, als er davon hörte. "Eine Mahlzeit!?", sprach er aufgeregt und blickte sein Gegenüber ungläubig an. Er lächelte und seine Stimmung wandelte sich nun gänzlich zum Positiven. Endlich würden sich die Weiber im Kloster nützlich machen und ihre Talente zum Kochen und zur Verpflegung eines guten Mannes wie ihn einsetzen! War er eben noch etwas verbittert, so war er jetzt voller (Vor)Freude auf sein bevorstehendes Mahl und die Verköstigung. "Oh habt Dank, gute Oberin!", freute er sich und dankte der Oberin, während ihm schon das Wasser im Munde zusammenlief. Oh ja das war wahrlich ein anständiges und venünftiges Weibsbild, das hier das Kloster leitete! Wären nur alle Nönninnen so! Doktor Luder bewunderte die Entschiedenheit der Barbara und ihre Bereitschaft, einem guten, verdienten Pfarrherren, das Leben etwas einfacher zu machen und zu versüßen. Er rieb sich aufgeregt die Hände und hatte ein breites Lächeln auf dem Gesicht, als er Schwester Agnes beim Gehen zusah und konnte kaum erwarten, sie mit den Speisen wieder herein kommen zu sehen.

Dann stellte sich die Oberin etwas genauer vor und auch ihren Orden. Doktor Luder, der allen anstrengenden Dingen in Frohsen, die nicht zu seinen Verfplichtungen gehörte, entschieden aus dem Weg ging, wusste natürlich nichts von dem Orden der Oberin oder seinem Aufbau oder überhaupt seinem Zwecke. Er wusste nur, dass hier Nonnen waren, die der Sorge eines Pfarrherren bedurften. Um sich aber keine Blöße vor der nun bewunderten Oberin zu geben, tat er aber so als wüsste er über alles Bescheid. "Natürlich, natürlich! Nur der Papst. Der Erzbischof hat mich letztes Jahr zum Pfarrherren von St. Laurenz ernannt und da jetzt alle Männer im Kloster verschieden sind, trug er mir an, doch das Benefiz eines Kuraten hier zu übernehmen, was ich freudig annahm." Lächelte er die Oberin an und hoffte, einen guten Eindruck gemacht zu haben. Dies war mehr als unüblich und nur vor Wenigen wie dem Bischof war er überhaupt um seinen Eindruck besorgt. "Alles fromme Pfarrkinder hier in Frohse und das Rektorat ist hervorragend!" fasste er den guten Eindruck von Frohse zusammen. In der Tat hatte er ja hier viel Zeit, seinen Lieblingsdingen ungestört nachzugehen und war rundum durch kirchliche Benefizien versorgt. Auch wenn es natürlich immer mehr anzustreben gab wie beispielsweise das Amt des Dekans oder Archidiakons oder weitere Benefizien. Aber das würde mit der Zeit noch kommen, war sich der Doktor sicher. Dann kam man auf die Messen zu sprechen. "Wunderbar!", bemerkte er als Barbara die gewünschte Anzahl an Messen nannte. Er wusste ja, dass es hier viel zu holen gab bei den frommen Weibern. Bei so vielen Messen könnte er bald schon einen Hilfsgeistlichen zu seiner Entlastung anstellen. "Ihr sollt Eure Messen bekommen! Nur für das Chorgebet braucht Ihr doch gar keine Pfarrherren", meinte der gelehrte Doktor dann. Streng genommen brauchte er nur für die Messen, Beichte oder andere Sakramente im Kloster zu sein und mehr wollte und konnte ein vielbeschäftiger Pfarrherr wie Doktor Luder ja kaum leisten. Die Chorgebete könnte die Oberin ja selbst leiten. "Als Oberin solltet Ihr selbst die Chorgebte leiten!", schlug er dann vor. "Was die Beichte betrifft, so denke ich, dass Ihr Nonnen doch bestimmt eine sehr gute Disziplin habt, was die Beichte angeht und oft davon Gebrauch macht für Euer Wohl. Wie oft wird das also gewünscht? Einmal in der Woche? Oder alle zwei Wochen einmal? Das Beichtgeld könnte dann für das ganze Jahr im Voraus berechnet werden!", lächelte er und nickte er fromm zu der offensichtlich wohlhabenden Oberin und malte sich schon seinen wachsenden Reichtum aus. "Jaja der Zehnte dient als Bezahlung. Naturalien oder der Wert in Geld, das liet bei Euch, Oberin. Hauptsache die Diener des Herren sind nach seinem Willen versorgt!", lächelte er erneut. Die Messe zu lesen war ja auch eine ganz besondere Arbeit, ja gar die Wichtigste überhaupt und die Verantwortung auf den Schultern des Doktor Luder wog schwer. "Die Sonntagsmesse wird natürlich für das Kloster gefeiert. Sind für die Messen an anderen Tage besondere Stiftungen gewünscht?" Sollte die Oberin dort ebenfalls besondere Intentionen für die Messe haben, wären natürlich extra Beiträge oder eher Gaben der Nonnen für den Pfarrherren fällig. Er wartete gespannt sowohl auf die bevorstehende Mahlzeit als auch auf die Antwort bezüglich der Messbestellungen.

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Sonntag, 23. Dezember 2018, 10:36

Barbara lächte, um nicht zu sagen sie griente innerlich, als sie sah wie dem wohlbeleibten Luder, beim blossen Anhören einer Aussicht auf eine weitere Mahlzeit, das Wasser im Munde zusammen lief.
"Ihr hab Euer Sorbet noch gar nicht angerührt, lieber Luder, wenn ihr keinen hunger habt so lasse das Mahl abbestellen."
barbara öffnete eine der Laden ihres schreibttisches und holte einen Lederbeutel, welcher prall gefüllt ward, hervor und stellte ihn vor Lider hin.
"Das Kurat, dürfte Eure Auslagen für den Anfang decken, leider sind es nur Köllnische Groschen, Magdeburgische Groschen , habe ich zur Zeit nicht vorrätig. Frohse hat ja , genau wie unser Orden , leider Gottes kein Münzrecht. Was nun das das Chorgebet anget so wollen wir es so halten wie Ihr es vorschlagt. Ihr wisst das die heilige Barbara unser Schutzherrin ist? Wir geruhen am Tage der Heiligen eine Prozession zu wünschen und eine Messe."
Die Tür von eben öffnete sich abermals und Schwester Agnes vermeldete, dass das Bad eingelassen, Schneider und sogar Schuhmacher warteten bereits, dann verschwand die Nonne wieder.
Barbara schaute ihren Gast an.
"Nun Doktor, seid Ihr bereit , ein neuer Mensch , im Angesicht des Herrn zu werden? Dann wohlan.Schwester Hedwig erwartet Euch im Badehaus und in der Zelle unseres Gästehauses, die Meister Johannes und gebhard Trautvetter, Schneider der eine ,Schuhmacher der andere. Sie arbeiten seit unsere Ankunft für uns und wir sind immer wohlzufrieden mit ihnen. Auch Ihr werdet nicht unzufrieden sein."
Sie reichte Luder ihre beringe Hand auf das er ihr den Siegelring küsste, dieses Privileg stand einer Ordensoberin zu, der gute Luder ward damit vorerst entlassen.Sie läute mit der anderen Hand, worauf eine Novizin erschien und und den guten Luder zum Badehaus und dann zum Gästehaus geleiten würde.

Sim-Off:
Ich hoffe mit der Währung nicht völlig daneben zu liegen?

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Freitag, 28. Dezember 2018, 19:55

"NEIN!", ertönte es erschrocken, als Doktor Luder irgendetwas davon hörte, man wolle das Essen vielelicht wieder abbestellen. "Gott verhüte!", meinte er dann noch weiter, nachdem er sich wieder etwas beruhigt hatte. Er ja war so aufgeregt, ob der vielen Köstlichkeiten und Wohltaten, die man ihm hier offerrierte, dass er noch gar nicht dazu gekommen war, das Sorbet auch nur anzurühren. Nach diesem Schrecken aber, nahm sich Doktor Luder dieser Speise an und in nur wenigen Augenblicken ward sie gänzlich von ihm und seinem stets großen Hunger verschlungen. "Mmmhhh, delikat.", sprach der Doktor Luder mit einem dicken Lächeln auf dem Gesicht, dem Ausdruck eines wohligen Gefühls, und nutzte erneut sein versifftes Tuch, um sich den Mund zu säubern. Nachdem er also diese köstliche Speise verschlungen hatte, kam die Oberin zum Geschäftlichen und legte erstmal einen Dicken Sack Geld auf den Tisch. Die Augen des Doktor Luder leuchteten auf in Anbetracht dieses kleinen Vermögens. "Nat..Natürlich!", sprach der dann sogleich und bestätigte damit den Wunsch der Barbara, für den Festtag ihrer Patronin eine Messe zu wünschen als auch eine Prozession. "Ihr sollt alles erhalten, was Euch beliebt!", bestätigte er erneut die Wünsche der Oberin und blickte dabei abwechselnd fasziniert auf den dicken Sack mit dem Geld als auch auf dieses faszinierende Weibsbild, das ihm hier die schönsten Wohltaten antrug. Doktor Luder war ganz und gar hingerissen von diesem Besuch im Kloster. So schön hätte er es sich in seinen kühnsten Träumen nicht ausmalen können. Er nahm den Sack mit Geld und streckte ihn in seinen schwarzen Talar. "Ja...ja, ich bin bereit!", antwortete er dann und war gespannt auf das weitere Prozedere, das ihn bei diesen Nönnin nun erwarten würde. Ein Bad, neue Kleidung, ein Vermögen und eine Mahlzeit. Der Herrgott konnt es hier nur gut mit ihm meinen! Aufgrund dieser Faszination hatte Doktor Luder auch kein Problem damit, den Ring der Oberin zu küssen und er versuchte zumindest, sich leicht zu beugen, was nicht immer gut gelang. Er lächelte die Oberin noch einmal zufrieden an und folgte dann der anderen Schwester und wartete gespannt auf die weiteren Wohltaten, die ihm die Schwestern hier antragen wollten.

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Sonntag, 30. Dezember 2018, 13:55

Hedwig
Da stand sie nun Hedwig, von ihren Mitschwestern auch die "Eiserne Hedwig" genannt. Diese Nonne hob sich etwas von Ihren Mitschwestern ab, Jadwiga, so ihr eigentlichlicher Name war, keine adlige, sie war die Tochter eines pommerellischen Bauern, sowie die Wittwe eines Baders, was ihr nun zu Gute kam, nach den Tode ihres Mannes, war sie dem Orden beigetreten. Barbara schätzte die zupackende und resolute Hedwig sehr, wie man sie nun im Orden nannte. Es war auch Barbara, die Hedwig, das Amt des Baders verpasste.
Nun also stand sie im Badehaus, wo im Zuber bereits das Wasser dampfte, Reisigbüschel und frische Tücher bereit lagen, Tinkturen bereit standen.
In dem mit mehren Kerzenleuchtern erleichteten Raum, wartete Hedwig geduldig auf ihr Opfer, äh Gast.
Hedwig war bekannt dafür das sie nicht gerade zimperlich war und das sie keine Mimosen mochte. Welcher Art der Herr Doktor war würde sich alsbald zeigen, sobald er in ihrem Zuber sässe und sie zu Werke ginge..

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Freitag, 11. Januar 2019, 23:45

Auch Barbara wurde von einem Boten überrascht, der Nachricht sandt, dass derzeit ein päpstlicher Inqusitor, gen Magdeburg zöge. Vielmehr aber interessierte sich Barbara dafür dass der Mann aus dem Osten kam. Als geboreneGräfin von Sanok beunruhigte sie natürlich die Nachricht das ihre Heimat von einem Inqusitor heimgesucht wurde.
aber auch die weiteren Nachrichten stimmen sie nicht gerade froh, der Abt des Kloster "Gratia Dei" hätte Boten zu seinen Verwandten gesandt, da er Übergriffe des Inquisitors, dessen Ruf nicht tadellos zu sein schien ,befürchtete. Barbara hatte keine große Befürchtung , da der Mann, ein Kloster, das zu einem Orden gehöre, welche dem Heiligen Stuhl direkt unterstand, schlechthin angreifen würde.
Weiterhin erwarte sie immer noch die Antwort auf ihre Einladung an dem Magdeburger.
Nichtsdestotrotz war Barbara schlau genug, anzuordnen, dass alle wehrfähigen Männer, welche dem Kloster zu Fron -und Waffendienst verpflicht, sich sofort zu bewaffnen haben. Der zu Frohse ansässige klösterliche Feldhauptmann, welcher auch gleichsam der Hauptmann der dortgen Ortwache war, Gero Neithardt, wurde mit der Aufstellung eines Haufens beauftragt. Als ehemaliger Rottmeister im Heer des Gaugrafen Gero, beherrschte jener sein Handwerk tadelos.

Gero Neithardt

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Mittwoch, 27. Februar 2019, 19:10

Der verwunderte Pfarrherr Doktor Luder war bisher mehr als glücklich mit seinem Besuch im hiesigen Kloster in Frohse, hatte er doch anfangs noch eine langweilige und notgedrungene Visite befürchtet. Doch kam es ganz anders! Dass die Nönninnen ihm hier so viele Wohltaten antrugen -vor allem die köstlichen Speisen und die reiche Vergütung seiner geistlichen Arbeit- überraschte ihn und er fand schnell Freude an diesem frommen Weibsvolk! Besonders die Person der Mutter Oberin faszinierte den gelehrten Mann wie bisher kein andres Weib. Diese Barbara war ein selbstbewusstes und doch freundliches Weib, das sogar aus dem Adel stammte und mehr als ansehnlichkräftig gebaut war. Der Doktor war solchen Neigungen gegenüber Frauen eigentlich die meiste Zeit gleichgültig gegenüber eingestellt. Das konnte auch niemanden verwundern, wurde er doch ob seines unansehnlichen Äußeren ebensowenig von Weibern beachtet wie dieselben von ihm. Denn für den Doktor gab es auf Erden nur eine Liebe: Das Essen! Das war seine eigentliche Leidenschaft, für die er lebte...neben einigen anderen Dingen wie der Mehrung seines Reichtums und seines Wissens natürlich, aber das Essen selbst hatte immer eine besondere Bedeutung und verschaffte doch eine innerliche Berfriedigung wie kaum etwas Anderes! Doch jetzt, da sich der hochgelehrte Pfarrherr, ins Badezimmer der Nönninnen begab, schien der Nachteil seiner großen Leidenschaft langsam auch für ihn hervorzutreten. Der Luder hatte nie groß über seine Erscheinung nachgedacht, zumal er als Pfarrherr ja wusste und sich stets damit herausreden konnte, dass sein alter Leib ja ohnehin nicht für die Ewigkeit gemacht ist. Dies beruhigte sein geistlichen Gewissen immens, wenn es bei einer seiner großen Mahlzeiten im Pfarrhof wieder mehr auf dem Tisch gab, als bei den bäuerlichen Familien in einer ganzen Woche.


"Gruß dich Gott, meine Tochter", begrüßte er dann die wohl wesentlich ältere und unansehnlichere Nonne einigermaßen und gezwungen freundlich, die hier wohl die Badeanstalt führte, in die er sich nach dem Treffen mit der Oberin begab. Wie konnte eigentlich ein so faszinierendes Weib wie die Oberin von so vielen gruseligen und alten Drachen umgeben sein? Vor ihnen hatte Luder keine Probleme, sich nackend ins Bad zu begeben. Doch was, wenn die Mutter Oberin eintreten würde, um nach dem Rechten zu sehen? Das erste Mal bedrückte den Doktor dieser Gedanke, dass das stramme Weib Barbara ihn unansehnlich finden könnte. Darüber müsste er noch einmal nachdenken. Doch nun war es erstmal Zeit, das bereitete Bad zu nehmen und ein saubererer Mann zu werden. Nachdem er der alten Nönnin singnalisiert hatte, sich umzudrehen, zog der Doktor seine noch völlig von den Anstrengungen des Weges verschwitzten Gewänder aus. Aufgrund der Kälte hatte er unter seiner Kutte noch eine weitere angelegt, was natürlich nur noch mehr unangenehme Gerüche produzierte und sich in seinen Kleidern verfestigte, die er dann auf einem stinkenden Haufen beiseite legte. Schließlich war dann alles abgelegt und Doktor Luder stand da, wie der Herr ihn geschaffen hat. Besonders der füllige Wanst des Geistlichen trat ungeschönt hervor. Derselbe verdecke gar fast alle Dinge, die niemand bei einem Pfarrherren -wenn es gut lief und nach der Ordnung der Kirche ginge- sehen sollte. Sodann kämpfte der Doktor mit dem Zuber, wo das Wasser bereits angenehm dampfte. Die Kante war ziemlich hoch, sodass der Doktor nicht einfach darüber steigen konnte. Außerdem war er ja auch schon nicht mehr der jüngste! Zuerst musste er also ein Bein heben, sich an der Kante abstützen und danach seinen Wanst mit einem kräftigen Rück unter Hilfe seiner Hände über die hohe Kante heben, sodass es alles so angenehm wie möglich vonsattten ging. Doch kaum trat er mit einem Fuß ins Wasser, musste er plötzlich aufschreien. "AAAaaaHHHhhh!" Für den Geschmack des Doktors war das Wasser unfassbar heiß! Wer konnte sowas ohne Warnung bloß aufstellen? Diese heiße Berührung war ein schlimmer Schock und sogleich konnte der Doktor das Gleichgewicht nicht mehr halten und fiel sodann mit heftiger Wucht, ungebremst und auf einmal in den Zuber, der mehr als gut gefüllt war und nun sogleich aufgrund der Wucht des Einfalls und des gewichtigen gesitlichen Körpers, der viel Wasser verdrängte, heftig sprudelnd und dampfend in hohen Wellen überlief und den gesamten Raum benässte ebenso wie die alte Bademeisterin. "JESUS!", schrie der Doktor noch einmal auf und versuchte dann wieder halt im Zuber zu gewinnen. Wirkte er anfangs noch ein wenig verloren, wie ein Baby, das seine Hände nach der Mutter austreckte, auf dem Rücken liegend und unfähig. sich zu bewegen, gelang es ihm dann doch einen kräftigen Schwung nach vorne zu machen und die Masse des Körpers zu nutzen, um dann aufrecht und in vernünftiger Position nun das Bad nehmen zu können. Den Schock musste er jetzt aber erstmal mit ein wenig Ruhe im dampfenden Wasser verarbeiten, das er aber immer noch als zu heiß emfpand, obwohl es nun gut aufgewirbelt wurde. "Wie kann man nur so heißes Wasser ohne Warnung aufstellen?", beschwerte er sich und lehnte sich an die Kante des Badefäßes, heftig und immernoch erregt atmend. Die Alte hatte wohl schon so verhornte Haut, dass sie nicht mehr richtig empfinden konnte!

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Mittwoch, 27. Februar 2019, 20:01

Hedwig lachte laut über die Klagen des Doktor.
"Ist Er ein Mann oder ein Klageweib?"
Die "Eiserne Hedwig kannte kein Erbarmen,alle Kunst die sie derein bei ihrem Gatten gelernt wandte sich bei Luder an. nebenher fragte sie den gelehrigen Herrn gehörig aus, wärend ,sie iihn schrubte und staupte.
"Sagt Doktor, was wisst Ihr über den inzwischen wiederabgezogen Inquisitorus? Wiss Ihr das ihr nicht der einzige Gast seid?"
Hedwig rückte mit Bürsten, sowie Bündeln von eingeweichten Birkenzweigen, Luder zu Leibe.
Das gesamte Badehaus stand in einer einzigen Wasenwolke, aber Hedwig liebte es so und fühlte sich wohl.
Nachdem Hedwig mit Luder fertig war, half sie ihm aus Zuber und Hüllte den Mann in Laken. Sie nahm ihn an der Hand und brachte Luder in einen Vorrraum. Hier lag frische Kleidung für den guten Doktor.
"Hinsetzen, anziehen und warten".
Dann verschwand Hedwig wieder in ihrem Refugium. Luder war auf sich gestellt, in den kleinen Raum , ausgestattet mit einer Bank und einer Truhe, auf der die Kleidung lag.

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Sonntag, 10. März 2019, 12:27

Als wäre jener Unfall von vorhin nicht schon schlimm genug gewesen und als hätte man den geistlichen Herren damit nicht bereits genug gemartert, holte die "eiserne Hedwig" nun diejenigen Werkzeuge aus ihrem Arsenal hervor, denen sie wohl ihren Spitznamen zu verdanken hatte. Doktor Luder war immernoch von dem Sturz erschöpft, sodass er sich gegen die nun beginnende, sehr intensive körperliche Reinigung, wohl eher Misshandlung, kaum wehren konnte. "Ohhhh….Ahhhh“, stöhnte es immer wieder aus ihm hervor, als die Alte ihn mit rauen Bürsten und anderen harten und unangenehmen Utensilien, die dem Luder völlig unbekannt waren – badete er doch so gut wie nie- maltraitierte. Die eiserne Hedwig schien nun ganz bei ihrer Sache zu sein und der Körper des Luder war am Ende wohl so sauber wie nie! "Inquisitor?“, fragte er nach, als das Weib von einem ehemaligen Gast berichtete. Der Doktor kannte kaum einen wichtigen Kirchenmann außer den Bischof, mit dem er sich gut stellen wollte. Er machte sich auch sonst nichts draus, sich für solcherlei hohe Leut zu interessieren, war doch der Babst und seine Bagage in Roma und damit weit weg von teutschen Landen. Hauptsache er war als geistlicher Herr hier versorgt und das langte ihm. "Noch nie gehört“, antwortete er dann und ließ noch ein letztes Mal eine Runde Abbürsten über sich ergehen. "Na alsdann!“, hielt er dann nach Ende der Procedur die Hand der eisernen Hedwig, die ihn schließlich aus dem Bade führte und ihm seine neuen Kleidungsstücke zeigte. "Prächtig, prächtig!“, ergötzte sich der Doktor an den vielen Geschenken und rieb sich die Hände. Er packte sodann die prallen Geldsäckel, die er bekommen hatte, in seine Taschen, was ja wohl auch das Wichtigste war, nämlich sein Lohn für seine geistliche Arbeit, die er hier bald aufnehmen würde. Nachdem alles angelegt war, verabschiedete sich der nun saubere Doktor. "Ich werde jetzt zum Pastorat zurückkehren, frommes Weib. Die Missas und die Gottisdinst wollen Wir halten wie‘s mit der Oberin vereinbart und wie sie‘s zahlt. Wenn sonst was anfällt, so soll sie schicken nach mir!“ Damit war alles gesagt und der Luder hatte einen interessanten Tag bei den Nönninnen verbracht, von denen die stramme Barbara ‘s ihm besonders angethan hatte. Der Doktor hatte seinen Blick auf sein weltlich Leben nun tatsächlich etwas verändert und würde im Pastorat bei einem weiteren Braten darüber nachdenken müssen.

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Sonntag, 10. März 2019, 13:26


Die Meisterin der Pforte Schwester Maria Dorothea klimperte ungeduldig mit ihren Schlüsseln. Man hatte ihr vermeldet , dass Luder das Kloster verlassen wölle und in seine Pfarrei zurückkehren.
Sie hatte die Klosterpforte bereits geöffnet und wartet das Luder erschien.
es gab schliesslich nich andere Gäste im Kloster , auf die sie ein auge zu werfen hatte. erzbischof hin oder her, nicht das der mann ihre Ordnung durcheinander brachte.
Missmutig stampfte sich im Pfortenbereich auf und ab, eigentlich hätte jener Luder längst an der Pforte sein müssen. Sie empfand es als arge Bosheit eine alte Frau , so lange warten zu lassen.
Ihre obligatorisch schlechte Laune erreichte einen weiteren Tiefpunkt.

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Samstag, 20. April 2019, 12:24

Wohlgefällig betratrachte barbara das tun ihrer jüngeren Mitschwestern , welche begannen das gesamte Kloster österlich zu schmücken. Nach dem missglückten Besuch und dem damit verbundenen Versuch des Magdburgers, sich ihres Klosters zu bemächtigen benötige die Oberin dringend eine Aufmunterung.
Sie hatte inzwischen an das zu Calbe liegende Kloster "Gratia Dai" ein Schreiben endsandt , in dem das Vorgehen des Magdeburgers aufgezeichnet wurde. Sie erhoffte sich Unterstützung vom dortigen Abt der bekanntlich kein Freund des Magdeburgers war.
Jetzt aber bereitete man sich auf die kommenden Osterfeiertage vor.

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Sonntag, 4. August 2019, 12:23

Barbara las das Schreiben, eines gewissen Crescentius, wohl päpstlicher Visitor, welcher sich in Magdeburg aufhielt. Das einsolcher gegen Magdeburg gezogen hatte man ihr bereit berichtet. aber eigentlich interessierte sie es nicht, sie regierte hier zu St. Barbara und auch zu Frohse, alles andere war die Aussenwelt und nur soweit von Belang, als etwas in die Innenwelt drang.
Barbara hatte wohl oder übel , nach ursulas Weggang, eine neue Zuchtmeisterin ernennen müssen. Das ihr bei dem Besuch iin Magdeburg, Schwester Veronika, im wahrsten Sinne des Wortes vor die Füße fiel, war ein Wink des Schiksal, oder wie sie es nannte ein Zeichen des Herrn.
Allerding hatte Veronika einen Mackel, sie war das Kind von Bauern, welche ihre Töchter aus purer Not in eines der Köster geben mussten. Sie behielt ihren Geburtsvornamen, kernte schnell Lesen und Schreiben, da sie recht begabt, im Gegensatz zu ihren Mitschwestern, stieg sie schneller als üblich in der Klosterhirarchie auf. Sie war zu dem Zeitpunkt, als sie Barbara begegnete, Novizenmeisterin ihres Klosters.
Barbara hatte ihr seinerzeit aufgeholfen und sich mit ihr unterhalten, wobei sich recht schnell die Klugheit der Beronika herausstellte.
Nun ward Barbara, seit jeher eine frau der tat, ergo luchste sie Veronika mit etwas Geld und schönen Worten, aber auch mit der Drohung vor dem Erzbischof , ihrem Kloster ab und holte sie in ihr Kloster und ihren Orden.
Nun sie hatte bereits eine Novizenmeisterin, ergo übertrug sie der Veronika Ursulas Aufgaben innerhalb von St. Barbara, den Ordensvize blieb ja Ursula.
Allerding waren die lieben Mitschwester breits nach einer woche, genervt von der Neuen, hatten sie sich jetzt , nach Ursulas Weggang, Rühe und Müssiggang erhofft, so verdoppelte sich das Pensum noch. als Bauerntochter ward es Verinika gewohne sehr früh aufzustehen, war es bis Usus zum halb sechs am Morgen aus den Federn zu kriechen so war es fortan vier Uhr in der früh.
Veronika liess Kräuterbeete, Beete mit Medizinischen Pflanzen anlegen, sie holte Federvieh wie Gänse, Enten und Hühner in das Kloster um die sich die Novizinen, sehr zum Ärger der Novinzinmeisterin , zu kümmern hatten. Es wurde Schafe, Schweine, Kühe und Pferde angeschafft, welche in Frohe gehalten wurden.
Auch die schule zu Frohe wurde zu veronikas Objekt.
Nun sass jene Veronika, also gegen über der Mutter Oberin, die gerade mit dem Lesen des Schreiben fertig, Sie reichte dieses der Veronika.
"Nun mein Liebe, das bedeutet nichts Gutes. Wir müssen auf der Hut sein. Schon einmal versuchte der Magdeburger sich unseren Orden und das Klostermit allem was daran hängt unter dem Nagel zu reissen. Lucas Crescentius sagt mir har nichts, aber muss es auch nicht."
V3eronika nahm das Schreiben und las, gut die Aufregung verstand sie nicht ganz, denn sie war es gewonnt unter der Oberhoheit Magdeburgs zu wirken, sagte aber nichts dazu.

Schwester Veronika

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