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Rhomäisches Reich: Der armenische Kronprinz wird Thekla Lekapene Argyre ehelichen. Allmählich wird es frühlingshaft. Die durchschnittliche Temperatur beträgt 15 Grad.
Kirchenstaat: Der Papst hat Legaten nach Konstantinopel und Augsburg entsandt. Des Schelmenromans zweiter Teil "Neues vom Theodul" erweist sich als Verkaufsschlager.
Alemannien: Der Papstdarsteller Theodoulos Philanthropenos wurde in Augsburg durch ein Gottesurteil gefällt; seine Überreste anschließend verbrannt und im Lech verstreut.

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Samstag, 12. Januar 2019, 17:45

Erzbischöfflicher Besuch

Und so ward es und es kam so, daß zur Mitte des Jänner im Jahr 952 es sich begab, daß der Erzbischoff von Magdeburg, Herbert, der Einladung der Frau Oberin Barbara des Klosters St. Barbara zu Frohse an der Elbe, nachzukommen gedachte und sich auf begab nach Frohse, das da lag an der Elbe und in welchem Örtchen sich das Kloster St. Barbara befand. Mit Herbert machte sich ein Zug von etwa zwanzig Geistlichen auf den Weg, ihren Erz=Bischoff zu begleiten, ausserdem etwa fünfundzwanzig Reisige, die den Zug begleiteten. Mit von der Partie waren auch rund einhundert Soldaten, die das königliche Wappen der Ostfranken trugen, war Otto doch Schutz=Herr über Herbert und ausserdem ein guter Freund und Herrscher allhier.
Unter Fanfaren, denn einige Musikanten begleiteten den Zug ebenfalls, ward die Ankunft des Erzbischoffs angekündigt worden. Die Tore des Klosters öffneten sich und einer der Reisigen hub an:

Reisiger Wilhelm von Hadmersleben, Bruder des Bischofs Bernhard von Hadmersleben, Bischof von Halberstadt. Der Bischof befindet sich nicht im Zug, war doch das Verhältnis zwischen ihm und Otto kein gutes, denn Bernhard war ein Gegner des Erzbistums Magdeburgs, weil es seine eigene Macht einschränkte.

"Heda, juchei, heißet willkommen den Erz=Bischoff Heribert, Pfarrer von St. Georg zu Mansfeld, Domkapitular von Halberstadt, Domkapitular von Hildesheim, Domkapitular von Havelberg, Domkapitular von Brandenburg, von Gottes Gnaden Erz=Bischoff von Magdeburg!"donnerte die Stimme des Wilhelm und er stämmte die Hände in die Hüften, begierig darauf, eingelassen zu werden.

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Samstag, 12. Januar 2019, 18:34

Man hörte schlurfende Schritte, dann öffnete sich ein Fenster und die Meisterin der Pforte lugte hindurch.
"Gelob sei der Herr. Wer in Gottes oder in des Teufels Namen wagt es unsere heilige Ruhe zu stören?"
Wie üblich gab sich Maria Dorothea äußerst kratzbürstig. Sie erkannte jenen jungen Mann, welche da herumkrakelte sofort, an seinem Äußeren , seiner Art zu sprechen, das ganze Ebenbild von Schwaster Anna, die einst Oda von Hadmersleben gehiessen.
Ergo tat Maria Dorothea das, was sie für richtig hielt , bevor sie die Tore öffnete , ertönte der Ruf "Anna zur Pforte". Es dauerte einige Minuten bis eine Nonne herbeieilte.
Sie verbugte sich knapp vor der Meisterin der Pforte.
"Gelob sei Jesus Christus, liebe Schwester Du riefest mich?"
"In Ewigkeit Amen, liebe Schwester, ich glaube Deine Verwandtwandtschaft begehrt Einlass, also bitte empfange sie."
Damit drehte sie am Schlüssel und öffnete die Tore. Dann trat sie beiseite.
Somit war es die gute Anna die die Gäste empfing. Diese schaute erwas verwundert, als sie den jungen Mann erkannte.
"Wilhelm? Was bitte , treibt Dich hier her? Ist dem guten Bernd etwas zugestossen? Was bitte sind das für Manieren vor dem Haus Gottes zu herumzuschreien? Erwachsen bist Du geworden. Wie lange haben wir uns nun nicht mehr gesehen? Also sei willkommen."
Erst nachdem sie ihren Halbruder gehörig heruntergeputzt hatte, sah sie den prächtigen Reisewagen und natürlich erkannte sie sofort die Stander des Mansfelders, seines Zeichens Erzbischof zu Magdeburg. Ohne die Antwort ihres Bruders abzuwarten, schritt würdevoll sie auf den Wagen zu und kniete nieder.
"Gelobt sei Jesus Christus, ehrwürdiger Vater. Willkommen zu Sankt Barbara. "
Auch Maria Dorothea hörte die Worte Anna und kniete nieder.
Maria Dorothea, Anna

Sieglinde

Nonne des St.-Barbara-Klosters zu Frohse an der Elbe

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Sonntag, 13. Januar 2019, 02:45

In einiger Entfernung stand Schwester Sieglinde, die man auch das Mannsweib hieß, und beobachtete die Szene am Portal. Ein großer Auflauf, denn niemand Geringerer als der Erzbischof von Magdeburg beehrte St. Barbara zu Frohse an der Elbe. Dem Hörensagen nach war Erzbischof Heribert ein Greis von bald hundert Jahren. Sieglinde, von Natur aus neugierig, wollte sich davon überzeugen und blieb daher am Ort des Geschehens. Scheinbar traf Schwester Anna auf einen engen Verwandten, denn sie begrüßte einen rothaarigen Mann im besten Mannesalter. Es hieß, die Mutter Oberin habe den Erzbischof persönlich hierher eingeladen. Was auch immer dies zu bedeuten hatte. Nachdem sie einen kurzen Blick auf den Alten erhascht hatte, begab sich Sieglinde zurück in die Küche. Das Essen musste schließlich jetzt gar einem hohen Kirchenmann genügen, weswegen sie besonders Obacht geben würde, dass auch alles stimmte.

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Mittwoch, 30. Januar 2019, 21:51


Reisiger Wilhelm


Gar überrascht und dazu völlig hin und weg war Wilhelm, einer der Reisigen des Erzbischoffs, als er das Weib, das da stand und den Zug willkommen hiess, seine halbe Schwester war. Warum er denn schrie, fragte sie! "Na Anna, so hör doch zu, was ich sage! Der Erzbischoff von Magdeburg, Heribert, ist hier auf Einladung deiner Mutter Oberin, so gewährt uns Einlaß und lasset den hohen Kirchenmann nicht länger warten...!" So stand er da mit geschwollener Brust und klopfte auf seinen ledernen Harnisch, um dem Gesagten Ausdruck zu verleihen. Endlich schien Anna verstanden zu haben, worum es hier ging und kniete nieder vor Herbert, dem Frommen.

Der Erzbischoff blickte aus seiner Kutsche hinter dem Vorhang hervor und sah ein gar zu junges Ding, das ihn nun willkommen hiess. "Gott zum Gruss, Kind! So lasset uns ein in Euer Kloster und bring mich zu dieser Barbara, von der ich schon allzu viel gehört habe!"

So liess man den Zug des Erzbischoffs also eintreten und einfahren, im Hof angekommen liess Herbert sich aus seiner Kutsche helfen und wartete darauf, daß man ihn zur Mutter Oberin führen würde...

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Sonntag, 3. Februar 2019, 00:22

Der Rabatz, der am Eingangstor des Klosters veranstaltet wurde, zog allmählich auch die Aufmerksamkeit von Schwester Ursula auf sich, die innerhalb des Grün-Kreuz-Ordens für Disziplin und Ordnung zuständig war und in dieser Rolle voll aufging. Zur Mutter Oberin pflegte sie gar ein recht gutes Verhältnis und sah sich stellenweise als deren rechte Hand, die für Zucht unter den Schwestern sorgte, wenn es nötig war. Auf diesen fetten Pfarrer, der die Tage hier aufgeschlagen war, warf sie seit dessen Ankunft ein besonders wachsames Auge. Die übrigen Schwestern fürchteten die strenge Hand der Nonne, die das Kloster mit eiserner Hand im Namen Barbaras (der Oberin und der Heiligen, nach der das Kloster benannt war, gleichermaßen). Einzig in der Küche stieß Ursula auf offene Arme, nämlich die der Köchin Sieglinde. "Siggi" und "Ursel" verband eine Freundschaft, was nicht groß verwunderlich war, teilten sie sich doch viele Eigenschaften, wenngleich ihr äußeres Erscheinungsbild unterschiedlicher nicht hätte sein können: Ursula war für eine Frau ungewöhnlich groß gewachsen, schlank, das Gesicht frei von Falten und wenn man es nicht wusste, konnte man meinen, sie trug einen gar entspannten Gesichtsausdruck. Sieglinde hingegen wirkte klein leicht untersetzt, was jedoch ihren dicken Kleidern geschuldet war, denn wer von der Köchin schon einmal eins übergezogen bekommen hatte, wusste, dass die Frau äußerst kräftig war. Die beiden mürrischen Frauen wirkten unter sich wie ausgewechselt, ja lachten sogar zusammen, wenn die Situation es erlaubte und die Gelegenheit sich ergab.

Nun hatte der laute Wortwechsel zwischen den beiden Halbgeschwistern also auch Ursula auf den Plan gerufen, die sich neugierig näherte. Wie ihre beiden Schwestern sich in den Staub zu werfen, kam ihr überhaupt nicht in den Sinn, viel mehr linste sie frech zur Kutsche hinein und warf einen Blick auf diesen Bischof. Ein alter, runzliger Mann erbot sich ihr, dann zog sie den Kopf aus der Kutsche heraus.
"Na wirds bald?", bellte Ursula in Richtung ihrer Schwestern und postwendend wurde das Tor komplett geöffnet und die Kutsche hereingeführt. Nonnen wuselten durch die Gegend und wer hier nichts zu tun hatte, sah zu, dass sie schleunigst davon kam, ehe Ursel richtig böse wurde.
Nachdem der Mansfelder aus der Kutsche gestiegen war, begrüßte Ursula ihn schließlich auch. Sie küsste die dargereichte Hand mit dem bischöflichen Siegelring und nickte ansonsten nur steif. "Euer Exzellenz, Euer Besuch ehr unser bescheidenes Kloster. Dennoch wäre eine Ankündigung vorab nicht schädlich gewesen, erwischt Ihr uns gleichermaßen doch recht kalt und unvorbereitet. So muss ich Euch mitteilen, dass die Mutter Oberin gerade unabkömmlich ist. Mein Name ist Schwester Ursula, ich werde Euch bis zum Erscheinen der Mutter Oberin als Gastgeberin dienen."
Barbara hatte sich am Morgen krankheitsbedingt in ihr Gemach zurückgezogen und Ursula sah nicht ein, warum sie die Mutter Oberin für diesen unangekündigten Besuch in ihrer Bettruhe stören sollte. Hätte der Bischof sich vorher angekündigt, wäre die Sache wohl anders, aber nun war Usels Laune entsprechend im Keller. "Es ist ja schon beinahe Mittagszeit, ich schlage vor, dass Ihr Euch kurz frisch macht und uns dann zum Mittagessen begleitet."
Die Nonne duldete in der Regel keine Widerrede, sodass auch jetzt ihre Schwestern nicht anders reagierten als sonst, und sich aufmachten, die Worte Ursulas umzusetzen. Kurzum: Man führte den Bischof in die Küche, an der der Speisesaal der Nonnen angrenzte.

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Sonntag, 3. Februar 2019, 22:07

Zwischenzeitlich war ein weiteres Weibsbild aufgetaucht, offenbar eine Autoritätsperson, wenn man nach ihrem äusseren Erscheinungsbild urteilte! Als wäre der Bischoff ein Tier in einer Art Zoo lugte sie zur Kutsche hinein und gab dann den Befehl, das Gefährt passieren und einfahren zu lassen, sodaß man endlich fortschreiten konnte. Wie enttäuscht Herbert allerdings war, als er erfuhr, daß es sich hier mitnichten um die Mutter Oberin handelte, wovon er erst ausgegangen war und wie sehr es ihn enttäuschte, daß die gute Frau derzeit nicht abkömmlich war...!

Den Vorschlag mit dem Mittagessen wollte Herbert dann jedoch gerne annehmen. "Euren Vorschlag, zuerst zu Mittag zu essen, möchte ich gerne annehmen!" Er rieb sich dabei über den Bauch und leckte sich über die Oberlippe. Ein zünftiges Essen wirkte Wunder, wenn man nicht gut gelaunt war und die Abwesenheit der Mutter Oberin wirkte sich alles andere als bessernd auf die Laune des Bischoffs aus...! "So bring mich zu der Stätte, an der Ihr das Mittagessen zu kredenzen gedenkt, Weib, ich folge Euch alldorten!"

So marschierte man also quasi wie im Gänsemarsch - Ursula vorne raus, dahinter Herbert mit ein, zwei Geistlichen als Verstärkung, gefolgt von Willem dem Reisigen und ein, zwei weiterer Burschen. Der Rest hatte sich Verpflegung mitgebracht, man konnte ja nicht davon ausgehen, daß man hier bewirtet werden würde. So packten die Übrigen Angehörigen des Zuges Pakete mit Broten aus, es gab dunkles, knuspriges Brot, dazu dicke, grobe Schwarzwurst und auch etwas Wintergemüse, also Kohl. Man hatte sogar etwas vortägige Suppe dabei, die man an einer nahegelegenen Feuerstelle aufzuwärmen gedachte.

Bald war man in der Küche angekommen.

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Montag, 4. Februar 2019, 23:09

Der Erzbischof zeigte sich einverstanden und man ging in Richtung Küche. Vorher scheuchte Ursula den Mansfelder und seine Mitreisenden jedoch in ein Badezimmer, damit sie sich wuschen, bevor sie sich an den Tisch setzten, so wie es sich gehörte. Die Nonne ging dann voraus und betrat die Küche als Erste. Schwungvoll schlug die Türe auf und knallte gegen die Wand. "Sieglinde, ich habe Besuch mitgebracht. Der Erzbischof von Magdeburg erweist uns seine Ehre. Da Barbara momentan nicht abkömmlich ist, schlug ich ein frühes Mittagessen vor." Nun bewegte sie sich zur Seite und gab den Blick auf den Mansfelder frei.

Sieglinde

Nonne des St.-Barbara-Klosters zu Frohse an der Elbe

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Dienstag, 5. Februar 2019, 19:51

Kaum dass sie zurück in der Küche war, um nach dem Rechten zu sehen, gab es schon eine Störung. Sieglinde war bereits auf 180, da die Küchenhilfe und die Küchenjungen sich wieder einmal besonders dämlich anstellten. Da trat Schwester Ursula ein - eine der wenigen Vertrauten Sieglindes - und eröffnete ihr, dass der gerade angekommene Erzbischof gleich zu Mittag essen wollte. "Auch das noch!", zischte sie, bevor sie sich Ursula direkt zuwandte. "Jawohl, Schwester Vizeoberin", erwiderte sie förmlich, war man ja nicht unter vier Augen. "Ihr habt es gehört, legt einen Zahn zu!", trieb sie die ihr Untergebenen an.

Trude, Küchengehilfin

"Wie sieht er denn aus, der Erzbischof? Ein stattlicher Mann?", fragte die neugierige Trude gleich nach.

"Du wirst ihn schon noch früh genug zu Gesicht bekommen, neugieriges Ding!", scholt Sieglinde sie und drosch ihr mit ihrem berüchtigen Kochlöffel gleich in die Waden.

Küchenjunge Anno Küchenjunge Hanno

"Ein alter Tattergreis ist er, ich habe ihn bereits gesehen!", meinte Anno vorlaut. "Jawohl, wirkt ein wenig senil", steuerte Hanno bei.

"Genug jetzt! Gleich fangt ihr euch ein Satz heiße Ohren ein!", schimpfte die Chefköchin und trommelte wie eine Marschallin mit dem Kochlöffel auf einen Topf. "Legt Brennholz auf, damit es voran geht! Wir sind bereits jetzt im Verzuge!"

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Freitag, 8. Februar 2019, 17:16

Barbara befand sich in der Bibliothek des Klosters, als sie den Radau hörte. Verwundert, aber auch neugierig, legte sie, das gerade aus dem Regal genommen Buch "De Angelis et Demonibus" , des Theologen Eckhard von Hengstenberg, beiseite und ging zum Fenster . Sie hörte einen jungen Mann herumschreien und kurz darauf die unverkennbarte scharfe Stimme Sieglindes. Barbara öffnete einen Fensterflügel und schaute in den Klosterhof. Sie sah die Meisterin der Pforte, eine junge Nonne , Sieglinde, dann einen Greis und einen jungen Kerl. Laut, allerdings auch schärfer als üblich donnerte sie aus dem Fenster "Was in Gottes Namen geht hier vor? Wer wagt es die heilige Ruhe unseres Klosters zu stören? Sieglinde, was sind das für Leute?"
Barbara, war dem Mansfelder nie begegnet, ergo kannte sie den Erzbischof nicht von Angesicht zu Angesicht. Sie warte die Antwort Sieglindes ab , bevor sie das Fenster wieder verschloss.
Auch die Vorsteherin der Bibliothek Schwester Gudrun(Einstmals Gudrun von Hengstenberg, eine entfernte Nachfahrin des Theologen) nährte sich nun dem Fenstern und schaute hinaus.
"Verzeiht ehrwüedige Mutter, ich glaube das ist der Mansfelder, der Erzbischof von Magdeburg."
Barbara schaute kurz zu Gudrun und antworte knapp mit einem "Ah so."
Schwester Gudrun

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Mittwoch, 20. Februar 2019, 21:16

Wie ein Hund dackelte der Erzbischoff in gar treudoofer Art der hochgewachsenen Nönnin hinterher. Gar monströs kam das Mannsweib ihm vor, überragte sie ihn doch um mehr als zwei Kopf...! Ob die Frauinnen in diesem Kloster alle dergestalt... burschikos waren?!
So folgte Herbert also der Nönnin und alsbald erreichte man den Trakt, der die Küche beheimatete. Schon von Weitem hörte man eine Stimme, gar engelsgleich! Neugierig betrat Herbert die zur Speisenzubereitung etablierte Einrichtung und erblickte das Geschöpf, von dem die wohklingenden Töne ausgegangen sein mussten. Mit grossen Augen glotzte Herbert zu der untersetzten Frau, die nur auf den ersten Blick untersetzt wirkte. Gar kräftig war sie, man konnte sie durchaus ebenfalls als Mannsweib bezeichnen, wenngleich dies mehr auf ihre Statur zutraf denn auf ihre Körpergrösse. Herbert näherte sich der Frau, die da ward geheissen Sieglinde, und hofierte ihr. "Gott zum Gruss, holdes Weib! Herbert werde ich genannt, Erzbischoff zu Magdeburg, Pfarrer von St. Georg zu Mansfeld Domkapitular von Halberstadt seit 925 Domkapitular von Hildesheim seit 932 Domkapitular von Havelberg seit 948 Domkapitular von Brandenburg seit 950 Erzbischof von Magdeburg seit 951! Ihr erlaubt...?!", fragte er und ergriff die Hand der Sieglinde, die er mit seinen trockenen Lippen zart küsste. "Eine gar vortreffliche Küche nennt Ihr Euer eigen!" sprach er und sah sich interessiert um.