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Rhomäisches Reich: In der Magnaura des Großen Palastes gab es eine Explosion, deren Ursache bisher unklar ist. Da man von einem Anschlag ausgeht, wurden das Stadtviertel und der Palast selbst abgeriegelt.
Armenien: Sämtliche Zölle zwischen Armenien und dem Reich wurden aufgehoben. Das Kaiserreich plant den Bau einer Zweigstelle der Kaiserlichen Kreditanstalt in Kars.

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Donnerstag, 10. Januar 2019, 13:47

Der Grossinquisitor zu Magdeburg

Item so begab es sich , dass Erzbischoff Adeodat , des Hl.Stuhls zu Rom Grossinquisitor , mit seinem Zug von nicht weniger denn fünff tausend Mannen vom widerspenstigen Petersburg östlich der Elben nach Magdeburg gelangte , wo er als Ironie des Schicksals bereits selbst einmal Vorsteher der Erzdiöces gewest , nun dort aber der vergreiste Heribert sass , der sich trotz aller Widrigkeiten nach wie vor im Amte hatte halten können.
Zu Magdeburg aber erreichte Adeodat die Kunde , unser Hl.Vater der Papst habe ihn zum Herzogen zu Ancona erhoben , wodurch er nun ebenfalls den Hoch=Adel im Bluthe hatte , welchen ihn Prisslaus , der Schelm zu Petersburg, bestritten hatte. Auch durfte Adeodat , der fromme Mönch , darauff hoffen , nach Beendigung seiner Mission zum wirklichen Cardinal erhoben zu werden , was da nur wär würdig und recht , diente er der Kirchen doch wie kein andrer.
Auch erfuhr der fromme Grossinquisitor , dass der Prozess wider den Anti=Christen Theudul zu Ende gegangen und derselb zu Hölle gefahren war. Womöglich begab sich der Hr.Apostolische Legat Cardinal=Patriarch Adelph nunmehr hieher , umb die Authorität der päpstl.Sach zu stärken wider die Widerborste zu Petersburg.

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Donnerstag, 10. Januar 2019, 18:28

Der Prozeß um den Papstbetrüger Theodosios war vorbei. Beendet hatte ihn, war man genau, das hohe Gericht persönlich: Herbert hatte den Angeklagten am Tag der Verhandlung eigenhändig vergiftet. Rechtfertigen konnte er diese Tat vor Gott durchaus, handelte es sich bei Theo doch um eine kranke Seele in einem kranken Körper. Ob er letzten Endes hauptblöd gewesen war und wirklich dachte, er sei der Pabst gewesen, oder ob er wirklich so kalt und blasphemisch gewesen war, sich den Titel völlig bewusst fälschlicherweise anzueignen, spielte keine Rolle mehr: Nun würde Gott über die Seele des Verstorbenen richten. Der Prozeß ward daher also abgeschlossen und es stand den Beteiligten frei, nach Hause zu gehen. Für den päbstlichen Gesandten würde dies noch dauern, denn der arme Tropf musste die Alpen überqueren, um gen Rom zu reisen. So hattte Herbert den Adolfus eingeladen, ihn in Magdeburg zu besuchen. Es tat gut, an der Seite der Italiener zu arbeiten und es ward an der Zeit, daß die Vormachtstellung des einzigen und echten Papstes Einzug hielt in den deutschen Landen.
Es ward ein gar zu erfreulicher Zufall gewesen, daß etwa zeitgleich mit dem Erz-Bischoff auch der Gross=Inquisitor des Pabstes Einzug hielt in Magdeburg. Herbert hatte ein Treffen anberaumt, wollte er den Mann Gottes doch persönlich willkommen heissen. Erst kurz vor ihrem Treffen wurde Herbert mitgeteilt, daß es sich bei dem Inquisitor um den altbekannten Adeodatus handelte, den Herbert vor einigen Monaten kennen lernte. Adeodat war damals in einer Nacht und Nebel-Aktion verschwunden. Herbert konnte das Handeln des hässlichen Adeodat nie nachvollziehen - früher zumindest, jetzt war ihm einiges klar geworden; der Verrat am falschen Pabste war das einzig Richtige. Herbert wünschte sich, er hätte früher gewußt gehabt, welches falsche Spiel Theodosios gespielt hatte.
Und es begab sich also, daß der Erz=Bischoff und der Gross=Inquisitor aufeinander trafen im erz-bischöfflichen Arbeitszimmer.

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Freitag, 11. Januar 2019, 19:54

Im Arbeitszimmer des Erzbischoffen angekommen , begrüsste Adeodat denselben und hub an :
Gegrüssest seist du , Bruder Heribert , dies entbietet dir Adeodat , seins Zeichens Ihro päpstl.Hlg.keit GrossInquisitor in hiesigen Landen.
Sprach dies und umarmte den vergreisten Frommen , der des Papsten Grossvater hätte sein können.
Weissest du , Bruder , von der grossen Widerspenstigkeit derer zu Petersburg östlich der Elben ? Dortiger Erzpfaff mit Namen Pisslaus nämlich erzeigete sich gar uneinsichtig und stellte unanständige Bedingungen , so dass ich , umb einen blutigen Konflikt zu verhindern , dieweil gen Magdeburg zog. Wieso sitzt überhaupt ein Polacke zu Persberg ? Dort sollte ein gut teutscher Bischoff sitzen , der nicht heidnische Verwandtschaft besitzet.
So schilderte Adeodat , der fromme Mönch , sein Unbehagen ob der Vorgänge im Osten , wo das Heidengesocks hauste.

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